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 St. Vincentus Kirche Husby
Husby ist eine amtsangehörige Gemeinde in der Landschaft Angeln und gehört
zum Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein.
Zum Gemeindegebiet gehören Gremmerup, Hodderup, Husbyholz, Markerup und
Voldewraa. Im Wettbewerb Unser
Dorf soll schöner werden - Unser Dorf hat Zukunft wurde Husby 1973
Landessieger und 1996 Kreissieger mit Silberplakette.
Geschichte
Im Gemeindegebiet befindet sich ein Urnenfeld,
das ab 600 v. Chr. angelegt worden war. In diesem Urnenfeld befindet sich ein
äußerst seltenes Wagengrab.
Es wird angenommen, dass Husby in der Wikingerzeit ein wichtiger Ort in Nordangeln war, da
es an der Kreuzung zweier wichtiger Handelswege lag - der eine von ihnen verband
Haithabu und Nordschleswig. In Rosgaard im Ortsteil Gremmerup
gab es ein Wotan
geweihtes Sumpfheiligtum und einen heiligen Wald. 1730 wurde beim Pflügen ein
Münzschatz gefunden, dessen Münzen zwischen 940 und 980 in Haithabu geprägt
worden waren.
Über Jahrhunderte war Husby Zentrum der Husbyharde. Harden waren skandinavische Verwaltungsbezirke. Die Thingstätte der Husbyharde befand sich nahe
der Weggabelung bei der Kirche, später im alten (heute als vorbildlich
restauriertes Wohnhaus erhaltenen) Dorfkrug an der Flensburger Straße. Das
Hardesting fungierte bis 1867 als Untergericht, als der Bezirk zum neu
geschaffenen Amtsgericht in Flensburg gelegt wurde.
Die St-Vincencius-Kirche wurde im 12. Jahrhundert erbaut. Aller
Wahrscheinlichkeit nach hat sie einen hölzernen Vorgängerbau gehabt. Man nimmt
an, dass recht bald nach der Christianisierung des Landes in jeder Harde eine Kirche entstand. Der heutige Bau
ist romanisch und aus behauenen Granit-Quadern errichtet. Auch das spricht für die
besondere Bedeutung der Kirche, denn von den 37 erhaltenen romanischen Kirchen
in Angeln sind
ansonsten nur die bedeutenden Bauten in Munkbrarup, Norderbrarup und Sörup aus diesem Material. Der mächtige Turm stammt
aus gotischer Zeit, ist mit Schindeln gedeckt und weithin im Land sichtbar. Ende
des 18. Jahrhunderts wurde das Kirchenschiff das Osten verlängert, wobei Chor
und Apsis zerstört wurden. Das bedeutendste der vielen Kunstwerke der Kirche ist
eine Plastik des St. Michael aus dem
12. Jahrhundert.
Der Ort selbst wurde 1319 erstmals als Husebuy in den Quellen genannt.
Auch der Name, den es mehrfach in Dänemark gibt, deutet auf ein sehr hohes Alter
hin. "Huus" steht für ein festes Haus eines landesherrlichen Verwalters.
Im 19. Jahrhundert geriet Husby wie das gesamte Herzogtum
Schleswig in den Sog des Nationalismus. Nach dem Krieg von 1864 und
endgültig 1867 wurde es preußisch.
1881 wurde die Bahnstrecke Kiel–Flensburg
eröffnet, an der auch Husby liegt. Daher haben sich gegen Ende des 19.
Jahrhunderts viele Handelsbetriebe und Handwerker in der Gemeinde angesiedelt.
Durch die Lage des Bahnhofs hat sich das Dorf seither vor allem nach Westen hin
ausgedehnt, während der alte Ortskern um den Dorfteich herum heute die
nordöstlichste Ecke der Siedlung ausmacht.
Nach dem Ersten
Weltkrieg sollte die schleswigsche Bevölkerung über die Zugehörigkeit zu
Deutschland oder Dänemark abstimmen. Husby kam zur dritten Abstimmungszone.
Nachdem die westlichen Nachbarkirchspiele Rüllschau und Munkbrarup, die zur zweiten Zone gehörten, sich
ebenso wie die Stadt Flensburg
mehrheitlich für den Verbleib bei Deutschland entschieden hatten, kam es in
Husby nicht mehr zu einer Abstimmung.
Nach dem Zweiten
Weltkrieg wuchs die Einwohnerzahl durch den Zuzug von Flüchtlingen und
Vertriebenen. 1970 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Gremmerup,
Hodderup, Husbyholz und Markerup nach Husby eingemeindet. Die beiden südlichen
Gemeinden des Kirchspiels Husby, Ausackerholz und Ausacker, schlossen sich zur
Gemeinde Ausacker zusammen.
Sehenswürdigkeiten
Neben der romanischen Kirche, einem Granitquarderbau, sind vor allem die
alten Bauernhäuser im Nordangler Baustil sehenswert. Einige der schönsten finden
sich im alten Ortskern rund um den Dorfteich, aber auch in den Kernen der
übrigen Dörfer der Gemeinde.
Ein bedeutendes Naturdenkmal ist die vermutlich über 800 Jahre alte Waldemarseiche bei Husbyries, wo die Straße nach Grundhof von der Kappelner Landstraße abzweigt. Davor befindet sich ein
kleines Bismarck-Denkmal, weshalb der Baum auch
manchmal Bismarck-Eiche genannt wird. Eindrucksvoll ist auch eine riesige
Rosskastanie östlich von Husbyholz am Weg nach
Alt-Seegaard.
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Husby
St.Vincencius Kirche
Wikingerzeit
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